Über uns

  • Gründung am 1. März 1974 zur Erinnerung an den ersten Zeitungsverleger und Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung Hans Eckensberger. Nach dem Tode ihres Mannes übernahm Helga Eckensberger 1966 die Leitung des Verlages und führte sein Lebenswerk bis zu ihrem Tod weiter.
  • Jährliche Fördermittel von ca. 150.000.- Euro.
  • Stiftungszweck: Förderung von Kultur, Bildung und Ausbildung im Rahmen der Gemeinnützigkeit, sowie Unterstützung bedürftiger Personen in der Region Braunschweig.
  • Laufende Verwaltungs-, Bau- und Bauunterhaltskosten ebenso wie Personalkosten werden nicht gefördert.
  • Förderanträge können jederzeit gestellt werden.

Vorstand

Dr. Wilhelm J. Koller
(Vorsitzender)

Dr. Wolfgang M. Müller                             (Stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Christian Barrmeyer

Claudia Strukmeier

Reinhard Honig

Dr. Hans-Joachim Baade

Andrea Kamphenkel                             (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied)

Ulrike Wolff, Sekretariat

Auszug geförderte Projekte

Lokomobile Landtechnik-Museum Gut Steinhof, Braunschweig

Jahr: 2018
Die Lokomobile (fahrbare Dampfmaschine) wurde im Jahre 1907 von der Firma Lanz in Mannheim gebaut und wird seit 1994 vom Landtechnikmuseum für Vorführungen betrieben. Lokomobile wurden in früheren Zeiten in der Landwirtschaft eingesetzt, um auf dem Feld diverse Maschinen, z.B. Dreschmaschinen, anzutreiben. Die Hans und Helga Eckensberger Stiftung unterstützte Restauration und Reparaturen der Lokomobile.

Neues Glockengeläut, Apostelkirche Groß Stöckheim/Wolfenbüttel

Jahr: 2019
Im zweiten Weltkrieg wurden zwei Bronzeglocken der Apostelkirche zur Waffenproduktion eingezogen und sind verlorengegangen. Im Jahre 1957 wurden die verlorenen Glocken durch zwei kostengünstige Stahlglocken ersetzt, die jetzt an das Ende ihrer Lebensdauer gekommen waren. Auch der Glockenstuhl, ebenfalls aus Stahl gebaut, wies erhebliche Verschleißerscheinungen auf. Im Rahmen dieses Projektes wurden zwei Bronzeglocken unterschiedlicher Größe beschafft und ein neuer Glockenstuhl aus Holz gebaut. Das neue Glockengeläut hat eine höhere Lebensdauer: so hängen im Braunschweiger Dom zum Beispiel noch Glocken, die über 500 Jahre alt sind. Die Hans und Helga Eckensberger Stiftung leistete einen Beitrag zur Finanzierung des Projektes.

Chanukka-Leuchter aus dem 19. Jahrhundert ergänzt Judaica-Sammlung im Braunschweigischem Landesmuseum

Jahr: 2020
Die Sammlungen des Braunschweigischen Landesmuseums sind um ein Objekt reicher: ein Chanukka-Leuchter aus Bronze, ausgeformt im 19. Jahrhundert, erweitert nun die Braunschweiger Judaica-Sammlung, die zu den historisch bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland zählt. Dank der Förderung der Hans und Helga Eckensberger Stiftung konnte dieses wichtige Stück Erinnerungskultur für die Sammlungen des Braunschweigischen Landesmuseums erworben werden. Der achtarmige Leuchter ist ein Ritualobjekt für das mehrtägige Chanukka-Fest. Nacheinander wird acht Tage lang Abend für Abend jeweils ein weiteres Licht von dem andauernd brennenden Dienerlicht angezündet, um das jüdische Volk an die Wiedereinweihung des heiligen Tempels nach dem siegreichen Makkabäer-Aufstand im 2. Jh. v. Chr. gegen die heidnischen seleukidischen Besatzer zu erinnern. Der Braunschweiger Kaufmann Benny Mielziner, Sohn des Rabbiners Salomon Mielziner, erhielt den Chanukka-Leuchter zu seinem 75. Geburtstag im Jahr 1923 von der Leopold-Zunz Freimaurer Loge. Mielziners Familie zählt zu den unzähligen Opfern der Verfolgung der Nationalsozialisten. Sein Sohn Bruno, als Rechtsanwalt und Notar tätig, erhielt 1933 Berufsverbot. Dessen Frau erkrankte einige Jahre später an Krebs und wurde wegen ihrer jüdischen Abstammung nicht im Krankenhaus behandelt. Eine Enkeltochter Benny Mielziners wurde in Ausschwitz ermordet. Mielziners Familie emigrierte zu großen Teilen schon vor dem zweiten Weltkrieg nach Holland, wo auch heute noch Nachkommen der Familie leben. „Der Leuchter ist Teil einer Braunschweiger Familiengeschichte sowie Teil einer Geschichte, die von Hass, Anfeindungen und Antisemitismus erzählt und dessen schreckliche Folgen uns bis heute verfolgen. Sie steht exemplarisch für zahlreiche jüdische Familiengeschichten im 20. und 21. Jahrhundert“, fasst die Museumsdirektorin Heike Pöppelmann die Bedeutung des Objektes für die Sammlungen des Braunschweigischen Landesmuseums zusammen. Zusätzlich zu seiner bewegten Geschichte besticht der Leuchter durch eine aufwändige Gestaltung: Vergleichbare Chanukka-Leuchter aus dem 19. Jahrhundert befinden sich heute in den Sammlungen der Jüdischen Museen in New York und Brüssel. Im September 2019 wurde der Leuchter dem Braunschweigischen Landesmuseum zum Kauf angeboten. Nun begann die Arbeit der Provenienz Forschung im Museum: Handelte es sich bei dem Leuchter um NS-verfolgungsbedingtes Raubgut? Wie sich herausstellte, konnten keinerlei Anhaltspunkte diesbezüglich gefunden werden. Mit den Enkeln des Braunschweigers Benny Mielziner, die heute in den USA und in den Niederlanden lebten, entstand im Zuge der Nachforschungen ein reger Austausch. Die Nachfahren Benny Mielziners haben sich entschieden, dass der Leuchter nun wieder in Braunschweig im Braunschweigischen Landesmuseum präsentiert werden soll. Im neu gestalteten Jüdischen Museum wird er seinen Platz in der Ausstellung einnehmen.

Klangobjekt Elmsburg bei Schöningen

Jahr: 2020
Die Hans und Helga Eckensberger Stiftung aus Braunschweig förderte die Aufstellung einer Klangwand aus zehn Klangröhren aus Edelstahl. Das Klangobjekt steht vor der Westwand des Kirchengrundrisses und stellt symbolisch das Thema „Orgel“ dar. Die Klangwand ist eine Ergänzung des LEADER-geförderten Projektes zur Instandsetzung und touristischen Aufwertung der Elmsburg, insbesondere der Kirchenruine, das unter der Regie der Kreisarchäologie des Landkreises Helmstedt durchgeführt wird. Die zehn Klangröhren sind in der C-Dur-Tonleiter (+2) gestimmt, so dass sich einfache Melodien darauf spielen lassen. Die Edelstahl-Röhren besitzen Durchmesser von 7 cm. Das Gestell ist aus wetterfestem Robinienholz gefertigt, das naturgewachsen belassen ist. Mit zwei Klöppeln lässt sich das Glockenspiel zum Klingen bringen. Ein besonders schöner und langer Klang wird erzeugt, wenn man die Röhren in der Mitte oder ganz oben anschlägt.

LEGO Roboter- Gymnasium Am Eickel, Salzgitter-Bad

Jahr: 2019
Zur Heranführung an digitale Technik und an die Grundlagen der Informatik lernen Schülerinnen und Schüler, Roboter zu programmieren. Es handelt sich dabei um LEGO Mindstorm Roboter, die von den Jugendlichen aus Bausätzen selbst zusammengebaut und für bestimmte Aufgaben programmiert werden. Typische Aufgabenstellungen sind beispielsweise zwei- oder auch dreidimensionale Transporte, bei denen ein Objekt von A nach B transportiert und zielgenau an einer bestimmten Stelle abgesetzt wird. Erfahrungsgemäß macht Lernen am meisten Spaß, wenn sich etwas bewegt; für zusätzliche Motivation sorgen Wettbewerbe, bei denen es auch Preise zu gewinnen gibt. Die Hans und Helga Eckensberger Stiftung unterstützte das Gymnasium durch die Anschaffung von zehn Roboter-Bausätzen. Fotos von Verena Mai, Salzgitter-Zeitung

Trainingspuppen - Kraftsportverein Siegfried, Salzgitter

Jahr: 2018
Die Sportart „Ringen“ steht im Mittelpunkt dieses Kraftsportvereins, der in den beiden letzten Jahren zum Anlaufpunkt sehr vieler Kinder und Jugendlicher geworden ist. Insgesamt trainieren hier ca. 30 Kinder/Jugendliche und 25 Erwachsene. Der Verein leistet damit eine sehr wichtige Arbeit, Jugendlichen und Erwachsenen einerseits Gemeinschaftsgeist, andererseits Abbau von natürlicherweise vorhandenen Aggressionen zu vermitteln. Zum Training sind Trainingspuppen unerlässlich, weil auf diese Weise jüngere und unerfahrene Ringer ohne Angst vor Verletzungen an Würfe und Techniken herangeführt werden können. Die Hans und Helga Eckensberger Stiftung unterstützte den Kraftsportverein mit dem Kauf von drei Trainingspuppen.

Schmiede - Freie Waldorfschule, Wolfsburg

Jahr: 2017
Das Schmieden stellt in der freien Waldorfschule Wolfsburg neben der klassischen Vermittlung von Lerninhalten ein wichtiges Instrumentarium zur Wissensvermittlung und Erhöhung der sozialen Kompetenz dar. Zum Neubau einer schuleigenen Schmiede stiftet die Hans und Helga Eckensberger Stiftung ergänzende Ausrüstung wie beispielsweise Sicherheitskleidung, Esse, Ambosse, Zangen und viele weitere Werkzeuge.

Mütterzentrum Braunschweig e.V. , Braunschweig

Jahr: 2018
Das Mütterzentrum Braunschweig ist ein Anziehungspunkt für Geringverdiener, Arbeitslose, Alleinerziehende und Migranten. Es wird täglich von 150 bis 200 Personen besucht, die hier soziale Kontakte, Austausch und Entlastung vom Alltag finden. Insbesondere für ältere Menschen stellt der hier angebotene Mittagstisch eine willkommene Erleichterung ihres Alltags dar. Die Hans und Helga Eckensberger Stiftung unterstützte den Kauf eines Kühlschrankes sowie die Erneuerung der Arbeitsplatte in der Küche.

Eckensberger-Preis für Nachwuchsjournalisten

Der Eckensberger-Preis für Nachwuchsjournalisten wird in Zusammenarbeit mit der Braunschweiger Zeitung seit 2009 alle zwei Jahre verliehen. Gewürdigt wird damit das Lebenswerk des ehemaligen Herausgebers und Chefredakteurs der Braunschweiger Zeitung, Hans Eckensberger. Preise und Preisgeld werden von der Stiftung gespendet.

Ausgezeichnet werden Beiträge von Volontären und Redakteuren der Funke-Mediengruppe in den ersten beiden Berufsjahren nach Abschluss der Ausbildung.

Eine paritätisch aus Vorstandsmitgliedern der Stiftung und Mitgliedern der Chefredaktion der Braunschweiger Zeitung bestehende Jury wählt die preiswürdigen Beiträge aus. Verliehen werden drei Hauptpreise sowie vier Anerkennungspreise.

Die Preisverleihung des Nachwuchsjournalistenpreises 2017 fand im März 2017 in der altehrwürdigen Augusteerhalle der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel statt.

Die Preisträger des fünften Eckensberger-Preises für Nachwuchsjournalisten vor der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel. Es freuen sich mit den Siegern die Mitglieder der Jury und die Festrednerin, die neue HBK-Präsidentin Vanessa Ohlraun (Mitte)

Marie Rosa Günter (musikalische Begleitung)

Prof. Dr. Peter Burschel, Direktor Herzog August Bibliothek (Grußwort)

Henning Noske, Lokalchef BZ (Moderation)

Dr. Wilhelm Koller, Vorsitzender Eckensberger Stiftung (Jury)

Armin Maus, Chefredakteur BZ (Jury)

Katrin Schiebold, Chefreporterin BZ (Jury)

Prof. Vanessa Ohlraun, Präsidentin der HBK Braunschweig (Festvortrag)

Fotos: Peter Sierigk

Kontakt

Hans und Helga Eckensberger Stiftung
Ludwigstraße 5 B | 38106 Braunschweig
Fon: 0531 - 1294502 | Fax: 0531 - 1294585
E-Mail: eckensberger-stiftung@t-online.de